Kein Aprilscherz: Joy verschenkt morgen 96 Original-Kunstwerke

Tagstylez sind von Joy individuell besprühte Bekleidungsstücke.

Im Rahmen seiner aktuellen FreeArt- und StreetArt-Aktionen nimmt der hannoversche Künstler morgen ab 16 Uhr auf dem Opernplatz Hannover mitgebrachte Textilien von 96 Fans entgegen, die er kostenlos mit seinen Hannover 96-Motiven besprüht.

Die ersten 96 Fans, die ihm morgen auf dem Opernplatz ihr Bekleidungsstück geben, gewinnen damit Ihr wertvolles Kunst-Unikat zum Tragen. Einzige Bedingung: die Teilnehmer/innen erscheinen in der Kunst-Textilie zu Joys Saison-Abschluss-Happening, welches am Sonntag, den 15.5. stattfindet. (Bitte nicht nur T-Shirts und nicht in schwarz)

96 Tagstylez ist ein Recyclingmode-Projekt von Joy in Zusammenarbeit mit artlab4 und Wandelwerte.

Mehr Infos unter www.i-96.de und bei Wandelwerte: Projekte | Bericht vom 27.01.2011.

Wandelwerte wird eine weisse Kochjacke für das Kunstprojekt zur Verfügung stellen. Wir wollen zeigen, dass Berufsbekleidung auch im Alltag, zu festlichen Anlässen oder sogar auf Parties weiter genutzt werden kann.

Unternehmen Hunger: Schauspiel Hannover zeigt seine Qualitäten als Denkfabrik zur Stadtentwicklung


Energiekrise, Finanzchaos an den Märkten nebst dazugehöriger Ausnahmegesetze, explodierende Rohstoffpreise und Verschuldung der Staaten, Versorgungskrisen, Kriege um Wasser- und Ölressourcen, menschen- und umweltfeindliche Industrieproduktion – die Welt gerät mit zunehmender Beschleunigung aus den Fugen.

Es besteht die Gefahr, dass die Menschheit den nachfolgenden Generationen einen lebensfeindlichen Planeten hinterlässt – wenn sie nicht gegensteuert.

Die größte Herausforderung dabei: Wir müssen unseren Wohnungs- und Hausnachbarn davon überzeugen, das Auto stehen zu lassen, den Fleischkonsum abzubauen, Müllberge zu reduzieren, nachhaltig zu konsumieren und regional einzukaufen. Es reicht  nicht aus, unser eigenes Verhalten anzupassen. Wir benötigen eine Veränderung in der Mitte der Gesellschaft. Der Massenkonsument steuert die Geschichte unseres einzigartigen blauen Planeten.

Herz und Hirn bekommen neue Impulse

Um Ihnen die Überzeugungsarbeit zu erleichtern, erhalten Sie hier einen Tipp: Das Schauspiel Hannover leistet wertvolle Arbeit, damit Sie über den Gartenzaun hinweg  Brücken bauen können. Ein einziger Hinweis auf die gute Arbeit der Künstler könnte ausreichen, um einen trägen Zeitgenossen aus seinem Konsumenten-Hamsterrad zu befreien.

Endlich werden Steuergelder sinnvoll eingesetzt – möchten wir als Umweltaktivisten der künstlerischen Leitung zurufen.

Mit dem Theaterprojekt „Unternehmen Hunger“ gelingt dem Intendanten Lars-Ole Walburg, was ansonsten nur Schadensereignisse auslösen können: Wir haben den Wunsch, sofort aktiv zu werden, um die Situation zu verbessern.  Herz und Seele des Zuschauers werden getroffen. Mit dem Schlussapplaus werden viele Jahre des gedankenlosen Konsumierens abgeschüttelt.

Weitere Informationen über das neue dokumentarische Theater in Hannover rufen Sie hier ab:

http://www.stadtkind-hannover.de/2011/03/m-gesprach-mit-hans-werner-kroesinger-und-aljoscha-begrich-zu-„unternehmen-hunger“/

http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/kultur/theaterinszenierungen/buehne/buehne-Kroesingers-neues-Theaterprojekt-ueber-Hunger;art626,2704071

Darstellende Kunst weckt schlafende Konsumenten

Das Schauspiel Hannover ergänzt den gesellschaftspolitischen Diskurs mit den Mitteln der darstellenden Kunst: Bauchgefühl und Argumente. Die Menschen wollen anfassen, fühlen und erleben, wie sich ihre Situation verbessern lässt. Das geschieht immer – allerdings viel zu spät -, wenn irgendwo auf der Welt Schadensereignisse stattfinden. Viel früher leisten das die Künstler mit ihren Aktionen. So wird die Bühne zu einer Denkfabrik für die Zukunft. 

Umweltorganisationen und Politiker beißen sich die Zähne aus, weil nur eine Minderheit ihren Argumentationsketten folgen kann. Hier setzt das Theater an. Es geht über das Format eines gewöhnlichen Schauspiels hinaus. Hans-Werner Kroesinger gelingt es, die Lücke zwischen trägen Konsumenten und globalen Ereignissen zu schließen. Worin Politiker und Verwaltungen versagen und was Umweltorganisationen kaum leisten können, schafft das Theater mit seiner Performance-Kunst.

Das Dokumentationstheater „Unternehmen Hunger“ ist ein Augenöffner mit Klingeleffekt: In der strahlenden Morgenröte wird die schlafende  Bevölkerung unsanft wachgeküsst. Das ist gut so und der Lage angemessen.

Weil während des Stücks improvisiert wird und die Schauspieler das Publikum einbeziehen, wird jede Aufführung zu einem Original.

Ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung

Besuchen Sie die nächsten Vorstellungen:

13.04. / 16.05. jeweils 19:30, Ballhof Zwei, Knochenhauerstr. 28

Idealerweise läuft das Theaterstück weiter – als eine Dauervorstellung in Hannover. „Unternehmen Hunger“ fördert die Energiewende in der Stadt und unterstützt die Fair Trade-Aktivitäten.

Ballhof Zwei ist als Junges Schauspiel konzipiert: Für Gymnasien ab der Oberstufe müsste „Unternehmen Hunger“ als Pflichtprogramm in den natur- und sozialwissenschaftlichen Fächern aufgenommen werden.

Lösungen für Hannover und Ideen zum Mitmachen finden Unternehmen, Verbraucher und öffentliche Einrichtungen u.a. hier:

Hannover handelt fair

Agenda 21

Transition Town Hannover

Initiative Wandelwerte

Film „In Transition 1.0“, Bäckerei Doppelkorn in Hannover-Limmer, Kirchhöfnerstraße 8

Stellen Sie sich vor, alles, was mit Erdöl zu tun hat, verschwindet aus Ihrem Leben. Was bleibt noch übrig?

Städte im Wandel – ein Leben ohne Erdöl: Erleben Sie Menschen aus aller Welt, die mit dem Wandel ihrer Lebensweise bereits begonnen haben.

Das ist DER Film der weltweiten Transition Town-Bürgerbewegung.

21.03.2011 – 19:00 – Eintritt frei
29.03.2011 – 19:00 – Eintritt frei
18.04.2011 – 19:00 – Eintritt frei

Veranstalter:

Transition Town Hannover e.V.: Stephanie Peczynsky, 0511-31061944, Bödekerstr. 38, 30161 Hannover, stephanie.peczynsky@info-kinderyoga.de, http://transitionhannover.jimdo.com

Küchengärten Limmer (kügäli): Thomas Köhler, 0511-7001055, Tegtmeyerstr. 11, 30453 Hannover, drth.koehler@web.de

Initiative Wandelwerte: Gert Schmidt, 0511-64216481, Langrederhof 28, 30455 Hannover, gs@wandelwerte.de, http://www.wandelwerte.de

Der Film „In Transition Town 1.0“ wird auch gezeigt am

19. April 2011, 19:30 Uhr
Kulturzentrum Faust, Warenannahme
Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover

Veranstalter:
Utopia Team Hannover, http://www.utopia.de/gruppen/utopia-team-hannover-178

Designlabor vergibt Stipendien an Designer und Architekten

Bewerbungsfrist noch bis zum 15. April !

Bis zum 15. April können sich europäische Produkt- und Kommunikationsdesigner mit unterschiedlicher Ausrichtung sowie Absolventen der Fachrichtung Architektur und Innenarchitektur für das Stipendium im Designlabor bewerben.

Ausführliche Informationen finden Sie in der PDF-Datei oder unter www.designlabor.com.

Energiewende: Das Problem ist der hohe Verbrauch

Am kommenden Samstag findet in Hannover eine Demonstration gegen Atomenergie statt: 19.03.2011, Opernplatz, 11:00 Uhr.

Es ist richtig, einen schnellen Ausstieg aus der gefährlichen Energieproduktion zu fordern. Auch wird die Energiewende gefördert, indem die persönliche Stromversorgung auf Ökostrom umgestellt wird.

Aber die Energiewende ist nur machbar, indem

1. die alternative Energieversorgung, massiv ausgebaut wird, z.B. mit Blockheizkraftwerken und zertifizierten Brennstoffen oder  mit regionaler Windenergie

2. ein nachhaltiger Konsum stattfindet, der die Energieverbräuche reduziert.

Beide Maßnahmen sind geeignet, schon bis 2017 den vollständigen Atomausstieg in Deutschland zu gewährleisten, veröffentlichte heute das Umweltbundesamt.

Aber es wird eine erhebliche Anstrengung sein, die Ziele zu erreichen: Auf Atomenergie zu verzichten, dürfte tiefe Bremsspuren in den Bilanzen der Industrie hinterlassen. Die Initiative Wandelwerte möchte mit ihren Aktivitäten dazu beitragen, den Übergang zu erleichtern.

Hier sehen Sie, wie träge in der Vergangenheit der Ausbau der erneuerbaren Energie stattfand:

Daten von 2004 (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen), bezogen auf die Bruttostromerzeugung in Deutschland:

Wasser 3,2 Prozent
Braunkohle 25,7 Prozent
Sonne 0,1 Prozent
Steinkohle 22,9 Prozent
Atom 27,2 Prozent
Biomasse 1,4 Prozent
Wind 4,1 Prozent

Nach sechs Jahren haben sich die Zahlen nur etwas verschoben.

Daten von 2010

Wasser 3,2 Prozent
Braunkohle 23,7 Prozent
Sonne 1,9 Prozent
Steinkohle 18,7 Prozent
Atom 22,6 Prozent
Biomasse 4,6 Prozent
Wind 5,9 Prozent

Deshalb: Wenn das Umweltbundesamt schon für 2017 die Ausstiegsmöglichkeit errechnet, müsste es eine drastische Beschleunigung des Ausbaus alternativer Energieanlagen geben.

Deutscher Strom war ein Exportschlager. Bisher belieferte Länder dürften dadurch – wie in Deutschland zu erwarten – Preiserhöhungen erleben. Das hemmt die Wettbewerbsfähigkeit und dürfte knapp kalkulierte Produktionsanlagen unwirtschaftlich machen.

Höhere Preise des knappen Ökostroms dürften außerdem die Träume von der flächendeckenden Elektromobilität um weitere Dekaden in die Zukunft verschieben. Ohnehin hätte diese Technologie in eine Ressourcen-Sackgasse geführt.

Ein Umsteuern ist in der gesamten Gesellschaft erforderlich – und das thematisiert die Bundesregierung derzeit nicht, weil sie sich damit umbeliebt machen würde: Erst mit einem veränderten Konsumverhalten wird die Energiewende realistisch machbar.

Dabei wäre freiwilliger Verzicht in vielen Lebensbereichen die schnellste Lösung. Er würde jedoch zu einer Rezession führen, weil Unternehmen auf eine Implosion der Nachfrage nicht eingestellt sind. Würde sich Deutschland im „Verzicht“ üben, würde das die Wirtschaft schrumpfen lassen – und das ist in der aktuell praktizierten Ökonomie nicht vorgesehen. Sämtliche Leistungen des Staates, der Versicherungen, Pensionskassen sind auf „Wachstum“ ausgelegt. Eine Schrumpfung der Wirtschaft wäre systemgefährdend.

Das geflügelte Wort der „Energiewende“ ist für den Wahlkampf schnell gesprochen. Aber einen langfristigen Entwurf zu entwickeln, der für Wirtschaft und Gesellschaft echte Lösungen anbietet, ist eine große Aufgabe.

Wandelwerte leistet dazu einen Beitrag: Mit unseren Projekten holen wir den Verbraucher bei seinem Kosumverhalten ab. RecyclingDesign, Kunst, Medienarbeit, Informationsveranstaltungen, Entwicklung von ReDesign-Produkten sind ein Teil der Lösung für die Energiewende. Dadurch zeigen wir Beispiele und Vorgehensweisen, liefern Ideen, wie sich Ressourcen schonen lassen und der Energieverbauch sinkt.

Vielseitige Alltagslösungen finden Sie auch beim Verlag „Einfälle statt Abfälle“ von Christian Kuhtz aus Kiel.

http://www.einfaelle-statt-abfaelle.de/index.php